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16. - 30. Mai 23. & 24. Mai
Ausstellung Konferenz

Unternehmen

Acht, Hamburg

Referenten

Maximilian Baule

Color Grading von Werbefilmen

Beschreibung

Bei der farblichen Korrektur von Filmaufnahmen, die häufig mit unterschiedlichem Filmmaterial unter wechselnden Lichtverhältnissen gedreht wurden, ist es nötig, alle Aufnahmen der Angleichung zu unterziehen, damit die Wahrnehmung des Zuschauers nicht durch wechselnde Farbstiche von Szene zu Szene gestört wird. Obwohl die Szenen durch Adaptationseffekte des Auges für sich genommen stimmig erscheinen, muss bei der Farbkorrektur die Gesamtheit des geschnittenen Materials berücksichtigt werden. Ist diese Einheitlichkeit geschaffen, wird das Bild weiter durch gezielte Manipulation der Farben stärker stilisiert um seine Aussagekraft zu stärken. Dieser Grading Prozess geht über die bloße „Fehlerkorrektur“ hinaus und vermittelt dem Rezipienten über den Look die vorherrschende Stimmung des Films. So trägt die richtige Farbgebung zur ­potentiellen emotionalen Kraft des gesamten Films bei. Wie stark die Notwendigkeit für einen passenden Look ist, und wie weit unsere Wahrnehmung in der Hinsicht bereits erzogen ist, zeigt wie falsch ein Liebesfilm auf uns wirken würde, wenn er in der Farbgebung eines Horrorfilms bearbeitet wäre. Farben und Kontraste tragen Emotionen durch den Film zu uns und vermitteln mal Härte, und mal ein Gefühl von Heimat. Ein Produkt wirkt mal weich und edel, und mal technisch, clean und irgendwie cool. Ist die Farbe das Einzige was im Film diese Wirkung bei uns erzielt?

Mit Sicherheit nicht. Aber sie muss die vorangegangenen gestalterischen Aussagen von Dramaturgie, Szenografie, Lichtsetzung und Komposition potenzieren und als letzten Schliff am Film Klarheit schaffen für den Betrachter damit es für den ersten Eindruck keiner zweiten Chance bedarf.

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