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16. - 30. Mai 23. & 24. Mai
Ausstellung Konferenz

Unternehmen

The Eifrig, Paris

Referenten

Jan Schmicker

Werbung ist Scheiße! ...oder wie man seine Kreativität bewahrt und die Industrie voranbringt

Beschreibung

Der Künstler fragt: "Ist wahre Kreativität in der Industrie überhaupt möglich?"

Der Produzent fragt: "Kann ein Kunst ohne den Markt überhaupt existieren?"

Jan Schmicker ist 3D-Characteranimator für Kinofilme und Streetartist in einem. Servicediensleistender Künstler und Chaot. Er hat an der FH-Hannover Kommunikationsdesign Studiert und sträubte sich mit einer leicht rebellischen Einstellung dagegen, um durch die Tür "Animationsfilm" zu Flüchten. Dies mündete nach einer mehrjährigen Reise durch viele Studios, Streetartfestivals und einigen Galerien letztendlich im Studio Illumination (Minions) und einem Jazzkollektiv genannt "die Pfanne"(la Casserole) in Paris.

Doch am Anfang waren Wissensdurst die Sprühdose... und ein Saxophon. Jan Schmicker hatte aus dem Graffiti heraus ein intellektuelles als auch ein populäres Interesse für Kunst und Bildgestaltung entwickelt und begann so das Studium in Hannover. In vollen Zügen begann er alles verfügbare Wissen dankbar aufzusaugen um es für seine ganz eigenen Bildvorstellungen zu nutzen. Doch bald wurde ihm klar, dass die Pragmatik des Designs zu eng war und Kommunikationsdesigner all ihre Kreativität in Vermarktung von Produkten einsetzen. Auch führt die Kundenrelation zu ziemlich forschen Einschnitten in den Kreativprozess, um dem Produkt die bestmögliche jedoch nicht die "geilste" Werbestrategie zu liefern.

Das alles war für Kreativität und dem künstlerischem Willen Neues zu schaffen tödlich. Ein gutes Werk braucht absolute Freiheit im Schaffensprozess und Abwesenheit von Zensur und Befehl. Vor allem zu Beginn! Dachte der Künstler.

Aber was ist ein gutes Werk? Was ein gutes Poster? Was eine gute Werbung oder Film? Braucht es nicht doch am Ende ein Publikum...? ...eine positive Kritik? Marketingexperten, Galeristen und Produzenten würden sagen, dass es eine gewisse Masse an Menschen braucht um es als Erfolgreich zu definieren. Also ist die absolute Freiheit im Schaffensprozess eigentlich die tödliche Falle, da der Künstler ohne Feedback allerhöchstens Glückstreffer landen kann. Jackson Pollock oder Basquiat lassen grüßen und verdanken Ihre Beachtung auch Ihren Galeristen. Design und Kreativindustrie bewegen sich also genau auf der Grenze von zwei Universen die sich gegenseitig ausschließen. Freiheit und Kontrolle.

Jan Schmicker möchte mit seinem Persönlichen Erfahrungsbericht seine Sicht auf den ewigen Streit der Kunst schildern und dazu ermuntern sich nie ganz von seinem Ego fressen zu lassen! Aber ein bisschen schon.

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